Alte Herren - Aktuelle Infos

Aktuelle News und Infos

08.10.2017 | Alte Herren
Wasserlos und die Germanen liefern sich ein packendes Spiel

TV Wasserlos gegen FC Germania 09 (AH) 4:4 (3:3)
Ein packendes Fußballspiel mit insgesamt drei (!) Führungswechsel boten Wasserlos und Großkrotzenburg am Samstagnachmittag. Beide Mannschaften hätten nach der wilden Achterbahnfahrt drei Zähler verdient gehabt, das mit tosendem Applaus gefeierte 4:4 aber bedeutete am Ende eine Punkteteilung.

Großkrotzenburgs Trainer veränderte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf gleich vier Positionen: Buyan, Hänsch, Salamon und Germroth waren nicht im Kader, dafür standen Lüß, Limbach, Dziallas und Hopp in der Anfangsformation. Den Spielerkader komplettierten Smith, Meub und Reising, so dass 16 Mann zur Verfügung standen. Die Partie wurden auf dem kleinen Trainingsplatz ausgetragen, der sich in einem optimal Zustand präsentierte – ein großes Lob an den Greenkeeper von Wasserlos. Großkrotzenburg legte einen Blitzstart hin und ging bereits nach 65 Sekunden in Front: Dziallas hatte Gaschitz bedient, der überlegt die Führung erzielte (2.). Die Hausherren waren überrumpelt hatten aber Glück, dass der FCG daraus kein weiteres Kapital schlagen konnte. Nach gut fünf Minuten kamen die Gastgeber besser ins Spiel, weil sich Großkrotzenburg leichte Ballverluste im Mittelfeld erlaubte. Zu allem Überfluss überreichten die Blau-Schwarzen in der 10. Spielminute noch ein kleines Gastgebergeschenk in Form eines Eigentores. Nach einer Flanke der Hausherren schien die Situation, als Hopp den Ball unter Kontrolle hatte, bereits geklärt. Doch sein Rückpass zum Keeper landete im Netz 1:1 (10.). Verletzungsbedingt musste Großkrotzenburg bereits in dieser frühen Phase der Partie einen Wechsel vornehmen. Für Klaric kam Smith in die Partie. Was sich schon vor dem Ausgleich angedeutet hatte, wurde nun immer offensichtlicher. Wenn der Gegner nach Ballgewinn schnell umschaltete, hatten die Germanen Schwierigkeiten und waren oftmals unsortiert in der Hintermannschaft. Die Konsequenz: die Führung für die Gastgeber nur drei Zeigerumdrehungen später 2:1 (13.). Wie es bei einer Achterbahn so üblich ist, folgt nach einem ab wieder ein auf und die Blau-Schwarzen bekamen wieder etwas Oberwasser in der kampfbetonten Partie, in der es hin und her ging. Zum Ende der Anfangsphase kam das Spielgerät über Smith zu Gaschitz, der mit seinem zweiten Treffer für den Ausgleich sorgte (2:2, 20. Min.). Nur 120 Sekunden später hätte er seinen dritten Treffer erzielen müssen, nach toller Vorarbeit von Heim, schob Gaschitz aus zentraler Position den Ball am leeren Tor vorbei (22.). Eben die Führung schon selbst vor Augen, musste Großkrotzenburg in der 24.Spielminute den erneuten Rückstand verkraften (3:2, 24.Min.). Die Gäste bemühten sich um eine Antwort und sorgten mit ihrem unermüdlichen Einsatz dafür, dass das Spiel für die Zuschauer höchst unterhaltsam blieb – auch weil Steil nach einer halben Stunde der erneute Ausgleich für die Germanen gelang. Bei dem Treffer brach bei ihm eine alte Muskelverletzung wieder auf, die ein Weiterspielen unmöglich machte. So lichteten sich die Reihen auf der Ersatzbank schneller, als es dem Trainer lieb war. Für Steil kam dann Th. Tamme ins Spiel. Nach 35. Spielminuten endete eine atemberaubende und spektakuläre 1.Halbzeit, mit einem 3:3 ging es in die Kabine.

Mit unverändertem Personal ging es in den zweiten Durchgang, der noch einige Überraschungen bieten sollte. Unverändert blieb auch das Verletzungspech auf Seiten von Großkrotzenburg. Für Limbach ging es kurz nach der Pause nicht mehr weiter für ihn kam Meub in die Elf. Zu diesem Zeitpunkt waren auch Gaschitz und Heim schon angeschlagen.So war es wenig verwunderlich, dass die Entlastungsangriffe auf Seiten der Gäste weniger wurden, was man von dem Einsatzwillen nicht sagen konnte. Aufopferungsvoll stemmten sich die Germanen dagegen und Persuk und Heidke hatten wieder das ganz große Kämpferherz mitgebracht. Falls doch den Gastgebern ein Torabschluss gelang, konnte sich Großkrotzenburg auf Keeper Freytag verlassen, der an diesem Samstagnachmittag ein sicherer Rückhalt war und eine große Ruhe auf seine Vorderleute ausstrahlte. In der 45.Spielminute ging es für den Doppeltorschützen Gaschitz nicht mehr weiter und Reising kam in die Partie. Hopp rückte in die Spitze und die frische Kraft nahm seine Position im linken Mittelfeld ein. Kurze Zeit später hatte Großkrotzenburg die bisher größte Chance im zweiten Durchgang ausgelassen. Hopp hatte den Coach auf die Reise geschickt. Mit einem Haken lies er den Abwehrspieler ins Leere laufen, doch sein Schuss ins kurze Ecke verfehlte knapp sein Ziel. Vermutlich hatte Reising in der Jugend gefehlt, als die Übung „Kopf hoch beim Abschluss“ dran war. Denn sonst hätte er Heim und Hopp in der Mitte gesehen die völlig frei gewesen waren (50.). Auf der anderen Seite hielt Freytag sein Team im Spiel, als er einen Schuss aus kurzer Distanz entschärfte. Kurz darauf der letzte Wechsel auf Seiten von Großkrotzenburg, für Lüß kam Ramos in die Partie. Das Spiel stand auf Messers Schneide und dann entschied der Schiedsrichter zum Entsetzen der Gäste auf Strafstoß. Persuk soll ein Handspiel im Strafraum unterlaufen sein. Alle hitzigen Diskussionen im Anschluss, änderten an der Entscheidung nichts mehr. Der Schütze trat an und hämmerte den Ball an den Innenpfosten, von dort ging der Ball auf der anderen Seite des Gehäuses in Toraus. Manchmal siegt halt doch die Gerechtigkeit, könnte man meinen. Dann war wieder Großkrotzenburg dran, über links wurde die nächste Chance kreiert. Nach Zuspiel von Reising brachte Hopp sein Team mit 4:3 in Führung (60.) und läutete damit die heiße Schlussphase ein. Zunächst zeigte Keeper Freytag wieder all seine Klasse und ging als Sieger aus einem Eins gegen Eins Duell hervor (64.). Nur 60 Sekunden später ertönte nach einem sauberen Teckling von Persuk im Strafraum ein Pfiff des Unparteiischen. Zur Verwunderung aller Beteiligten wollte der Schiedsrichter Foulspiel gesehen haben und hatte auf Strafstoss für Wasserlos entschieden. Doch mit der Fairplayaktion des Jahres überzeugte der „Gefoulte“ den Schiedsrichter, dass es kein Foul gewesen war (65.). Es wurde nun immer hektischer und den Gastgebern rannte so langsam die Zeit davon. Aber es gelang ihnen nicht mehr die Abwehr der Germanen ins schwimmen zu bringen. Auch die letzte Aktion in diesem Spiel strahlte keine Gefährlichkeit aus. Nach einem Eckball brachten die Gäste das Spielgerät aus der Gefahrenzone heraus und rückten geschlossen aus dem Sechzehner raus. Aus dem Halbfeld schlug Wasserlos den Ball wieder in den Strafraum, wo der Angreifer aus fünf Metern per Kopf den Ausgleich erzielte. Warum der Referee diese klare Abseitsstellung übersah, bleibt wohl sein Geheimnis. Alles in allem war es eine leistungsgerechte Punktteilung, mit einem leichten Nachgeschmack was den Treffer zum 4:4 betraf und einer tollen Fairplayaktion von Wasserlos.

Es spielten: Freytag, Lüß, Heidke, Persuk, Limbach, Hopp, Steil, Dziallas, Klaric, Gaschitz, Heim, Smith, Th. Tamme, Meub, Reising, Ramos,

Tore:

0:1 Gaschitz (2., Dziallas)

1:1 Eigentor (10.,)

2:1 Keine Angaben (13.)

2:2 Gaschitz (20., Smith)

3:2 Keine Angaben (24.,)

3:3 Steil (30., Dziallas)

3:4 Hopp (60., Reising)

4:4 Keine Angaben (70.,)