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26.11.2017 | Alte Herren
Die letzte Chance genutzt – und wie!

Eintracht Frankfurt SOMA gegen FC Germania 09 (AH) 1:5 (0:2)
Die Germanen beenden gegen Frankfurt ihre Negativserie und feierten im letzten Auswärtsspiel beim 5:1 den ersten Sieg auf fremden Platz in diesem Jahr. Die Mannen mit dem Adler auf der Brust waren mit dem zwei Tore Rückstand zur Pause noch gut bedient. Weil Großkrotzenburg dicke Chancen nicht nutzte, war die Eintracht nach der Pause zurück im Spiel – aber nicht lange, ein Doppelschlag beendete die Frankfurter Hoffnungen auf ein Remis.
 

Bereits am Samstag, den 04.11.2017, fand das letzte Spiel der AH-Mannschaft in Frankfurt gegen die Eintracht statt. Großkrotzenburgs Coach ist es seit der Verletzung von Stammkeeper Wolfgang Schmitt gewöhnt, dass die Position des Torwarts meist kurzfristig erst besetzt wird. An diesem Samstagnachmittag konnte dank Peter Steil mit Julian Hallermeier wieder ein neuer Schlussmann aus dem Hut gezaubert werden. In dieser Saison drückte bei dem AH-Team nicht nur hinten der Schuh, sondern nach den Langzeitausfällen von Christan Doll und Thomas Bauer auch vorne und so waren die Germanen froh, dass mit Christian Schönig mal wieder ein etatmäßiger Stürmer mit am Start war. Wie in den vorangegangen Spielen war der Altersdurchschnitt bei der SOMA von Eintracht Frankfurt deutlich jünger, aber ehemalige Bundesligakicker waren auch dieses Mal nicht dabei. Die Germanen übernahmen sofort mit viel Ballbesitz das Kommando, zeigten vom Start weg ein gefälliges Aufbauspiel. Über die rechte Seite war Klaric bis zur Grundlinie vorgedrungen und bediente Schönig, der aber das Gehäuse knapp verfehlte (4.). Eine Reaktion der Hausherren blieb zunächst aus, offensiv konnte die Eintracht zu Beginn keine Akzente setzen. Sie kamen überhaupt nicht zurecht mit der taktischen Ausrichtung der Gäste. Es hatte den Anschein, als ob die Blau-Schwarzen einen Mann mehr auf dem Feld hatten. Großkrotzenburg blieb weiterhin sehr aktiv und fand im Aufbauspiel immer wieder Lösungen, die für viel Gefahr vor dem Tor der Frankfurter sorgten. Zunächst verhinderte der Keeper der Eintracht mit einem tollen Reflex die Führung durch Schönig, dann verpasste Reising den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel oder den Abschluss (8., 10.,). Frankfurts Konter wurden bereits im Keim erstickt, so dass sich vor dem Tor von Hallermeier lange nichts tat. Der Keeper der Gäste konnte sich voll und ganz auf die Spieleröffnung mit dem Fuß konzentrieren. Im Spiel der Germanen konnte man in der ersten Viertelstunde nur die mangelhafte Chancenverwertung kritisieren. Wenig später nutzten die Gäste endlich eine Chance zur Führung. Der lauffreudige Krämer drang nach Doppelpass mit Schönig halbrechts in den Sechzehner ein und scheiterte zunächst an der Fußabwehr des Keepers. Den Abpraller drückte er dann über die Linie (18.). Erst jetzt wachte der Adler so langsam auf und seine beiden Stürmer kamen zu ersten Abschlüssen, die allesamt eine sichere Beute des Gästekeepers waren. In der 25.Spielminute wurde es kniffelig. Ein langer Ball verlängerte der bullige Angreifer der Hausherren mit dem Kopf zu seinem Sturmpartner der von Persuk am oder im Strafraum gefoult wurde. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, nahm die Entscheidung nach Rücksprache mit dem gefoulten Spieler zurück und legte den Tatort kurz vor die Sechzehnerlinie – Der Freistoß brachte nix ein. Jedoch wurde die Partie jetzt ruppiger und bei den Germanen ging der rote Faden etwas verloren. Als nur wenige Sekunden später der gleiche Spieler der Gastgeber an der Seitenlinie nur mit einem Foulspiel gestoppt werden konnte, kochten die Gemüter erneut hoch. Als dieser sich mit einem absichtlichen Nachtreten bei Meub revanchierte, war endgültig Druck auf dem Kessel. Fußball gespielt wurde dann auch noch und zwar auf Seiten der Gäste. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging es blitzschnell bei den Blau-Schwarzen, Salamon schickte Reising über die linke Seite, der eilte allen davon und legte mit Übersicht quer zu Heim. Der musste aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten (2:0, 35.). In den letzten Minuten vor der Pause hatte Großkrotzenburg die Partie wieder unter Kontrolle, ließ aber die Dominanz aus der Anfangsphase vermissen.

Bereits vor der Pause war bei den Germanen Gaschitz für Klaric ins Spiel gekommen. Auch die Gastgeber nutzten die Chance und wechselten zur Halbzeit aus. Nach Wiederanpfiff nutzten die Großstädter die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang zum Anschlusstreffer.

Zunächst konnte Hallermeier den Schuss aus elf Metern entschärfen, beim Nachschuss war er chancenlos (45.). Großkrotzenburgs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Salamon tankte sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und lupft das Spielgerät auf den zweiten Pfosten, wo Schönig per Kopf den alten Abstand wieder herstellte (3:1, 50.). Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, was daran lag, dass die Gäste im defensiven Mittelfeld zu offensiv agierten und so die eigene Abwehrreihe unnötig mehr Arbeit verrichten musste. Nur sieben Minuten später war es Krämer vorbehalten den Treffer zum 4:1 zu erzielen (57.). Für die schöne Vorarbeit war erneut Salamon verantwortlich. Leider verpassten es die Gäste das Ergebnis in den nächsten Minuten weiter in die Höhe zu schrauben. Das lag entweder am eigenen Unvermögen oder sie scheiterten am überragenden Keeper im Gehäuse der Eintracht. Im weiteren Spielverlauf kam auf Seiten von Großkrotzenburg für Reising und Persuk, Kreß und Ramos in die Partie. Von den Hausherren kam nun keine Entlastung mehr, die Germanen bastelten weiter an einem versöhnlichen Abschluss im letzten Spiel der Saison. Dabei hatten sie sich das Beste für den Schluss aufgehoben. Nach einem Einwurf kam Ramos an den Ball, er jonglierte die Kugel gekonnte mit dem Oberschenkel und hob den Ball in den Strafraum zu Keim, der das Spielgerät volley zum 5:1 in die Maschen drosch (75.). Das war das Sahnehäubchen auf der geschlossenen Mannschaftsleistung gewesen. Wie in den letzten Jahren zuvor ging nach dem letzten Spiel direkt ins Restaurant „Zur Linde“  wo das Team schon erwartet wurde. Auch bei der gelungenen Feier danach zeigte die Mannschaft Durchhaltevermögen.

 

Es spielten: Hallermeier, Steil, Meub, Persuk, Dziallas, Krämer, Klaric, Salamon, Reising, Heim, Schönig, Gaschitz, Ramos, Kreß

Tore:

0:1 Krämer (18., Schönig)

0:2 Heim (35., Reising)

1:2 Keine Angabe (45.)

1:3 Schönig (50., Salamon)

1:4 Krämer (57., Salamon)

1:5 Heim (75., Ramos)