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18.06.2018 | Alte Herren
Solche Gäste hat man gerne zu Besuch

Viktoria Kahl gegen FC Germania 09 (AH) 6:3 (5:1)
Satte neun Tore bot der Fußballabend in Kahl. In einer Offensivschlacht besiegte Kahl Großkrotzenburg 6:3. In der Anfangsphase versäumte es der FCG in Führung zu gehen und verteilte im Anschluss gleich drei großzügige Gastgeschenke. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer änderte nichts daran, dass die Viktoria im letzten Drittel wacher und entschlossener war. Kurz nach Wiederanpfiff machten die Gastgeber das halbe Dutzend voll, danach ließen sie es etwas langsamer angehen und es boten sich zahlreiche Möglichkeiten für Großkrotzenburg. Die allerdings nur zwei davon zu nutzen wusste und so ein besseres Resultat leichtfertig ausschlugen.

Kurzfristig hatten sich die beiden Verantwortlichen verständigt, dass von der Germania abgesagte Freundschaftsspiel am Mittwochabend in Kahl nachzuholen. Das Aufeinandertreffen zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften wurde von Beginn mit offenem Visier geführt. Schon kurz nach dem Anpfiff bot sich Savvidis eine Doppelchance, doch seine Abschlüsse verfehlten jeweils das Gehäuse (3., 7.). In der 10. Spielminute scheiterte derselbe Spieler mit seinem Versuch den Ball über den Keeper zu chippen. Etwas überraschend gingen dann die Gastgeber nur drei Zeigerumdrehungen später in Führung. Eine Flanke von der rechten Grundlinie lenkte sich Torwart Schmitt in den eigenen Kasten (13.). In der Folge wurde die Viktoria dominanter, ließ den Ball mit vielen Kurzpässen in den eigenen Reihen laufen und hoffte mit vielen Positionswechsel auf Lücken im gegnerischen Defensivverbund. Mit Erfolg: Am Ende einer solchen Ballstafette stand der Angreifer am Strafraum frei vor dem Keeper und versenkte das Spielgerät im Tor der Gäste (17.). Die anschließenden Diskussionen von Seiten Großkrotzenburg, ob eine Abseitsstellung vorlag oder nicht, hätte man sich schenken können.

Die Partie war intensiv und temporeich, beide Teams im Offensivpressing für das Aufbauspiel des Kontrahenten lästig. Großkrotzenburg fehlte im letzten Drittel die Präzision, um aus den wenigen Fehlern der Hausherren mehr Kapital zu schlagen. Nach einem schönen Spielzug belohnten sich die Gäste in der 25. Minute dann doch noch. Nach einem Steilpass von Krämer lief Reising alleine auf den Torwart zu, uneigennützig legte der den Ball quer zu Savvidis, der ins leere Tor einschob. So einfach kann man zum Erfolg kommen, wenn man miteinander spielt und vor dem Tor nicht eigensinnig agiert. Doch die Freude über den Anschlusstreffer werte nicht lange. Denn die Germanen überreichten ihr zweites Gastgeschenk. Nach einem dicken Bock im Spielaufbau über den Torwart erzielte Kahl das 3:1 (29.). Die Blau-Schwarzen waren auch danach nicht chancenlos, weil Hein über Rechts die ein oder andere gefährliche Flanke in den Strafraum spielte, jedoch die Abnehmer zu wenig Zielwasser getrunken hatten. Mit einem Doppelschlag (35., 39.) kurz vor dem Seitenwechsel bog die Viktoria schon frühzeitig auf die Siegerstraße ab. Wobei Großkrotzenburg beim Treffer Nummer fünf wieder nur Spalier gestanden hatte.

Die guten Vorsätze für den zweiten Durchgang auf Seiten der Germanen wurden schon früh über den Haufen geworfen. Am Ende einer Kahler Ballstafette wurde das Spielgerät flach auf den kurzen Pfosten gespielt und der Angreifer machte das halbe Dutzend voll (45.). Jetzt musste man das schlimmste befürchten wenn das Herz für Großkrotzenburg schlug. Mit zunehmender Spieldauer wechselten die Gastgeber munter durch und ließen den Kräften aus der zweiten Reihe eine Chance. Das hatte zur Folge, dass der Spielfluss von der Viktoria etwas verloren ging und sie hinten wieder anfälliger wurden. Somit ergaben sich einige Chancen zur Ergebniskosmetik, die die Hessen aber allesamt leichtfertig ausließen. In dieser Phase hatten die Gäste auch noch Pech gehabt. Nach einem Rückpass eines Kahlers Abwehrspielers trat der Keeper ein Luftloch und der Ball prallte an den Innenpfosten und von dort nicht ins eigene Tor sondern wieder zurück ins Spielfeld (55.). Mit einem sehenswerten Distanzschuss von Salamon erzielte Großkrotzenburg das 2:6 (65.) und läutete somit die Schlussphase der Partie ein. Als Reising in der 70. Minute den Treffer zum 3:6 erzielte, reagierten die Gastgeber mit einigen Spielerwechsel, um den sicher geglaubten Sieg nicht doch nochmal zu gefährden. Die letzten Minuten wurden vogelwild mit Chancen auf beiden Seiten, jedoch wusste keine Mannschaft diese für einen weiteren Treffer zu nutzen. Am Ende ging Kahl verdient als Sieger vom Platz, weil sie zum einen die bessere Chancenauswertung hatten und zum anderen keine Geschenke verteilten.    

Es spielten: W. Schmitt, Schiener, Persuk, Kreß, Lüß, Dziallas, Hein, Krämer, Salamon, Reising, Savvidis, Klaric, Heidke, Matschulat

Tore:

1:0 Keine Angabe (13.)

2:0 Keine Angabe (17.)

2:1 Savvidis (25., Reising)

3:1 Keine Angabe (29.)

4:1 Keine Angabe (35.)

5:1 Keine Angabe (39.)

6:1 Keine Angabe (45.)

6:2 Salamon (65., Krämer)

6:3 Reising (70., Klaric)